Künstlerführung
Sonntag, 13. September 2026, um 15:00 Uhr
Führung mit Andreas Maier
Andreas Maier ist einer von drei Künstlern der Gruppenausstellung „Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche Moderne“. Der in Berlin lebende Künstler widmet sich seit rund zwei Jahrzehnten der Malerei und verbindet in seinen Arbeiten eine außergewöhnlich präzise Beobachtung der Natur mit traditioneller Handwerkskunst und einer eigenständigen zeitgenössischen Bildsprache.
Andreas Maier studierte Veterinärmedizin und arbeitete zunächst in seinem erlernten Beruf. Seine wissenschaftliche Beschäftigung mit Tieren und seine genaue Kenntnis von Anatomie und Zoologie prägen seinen künstlerischen Blick bis heute. Die Beobachtung der Natur und ihrer vielfältigen Formen wurde für ihn zu einem wesentlichen Ausgangspunkt seiner Malerei.
Seit etwa 20 Jahren arbeitet Maier als freischaffender Künstler. In seinen Arbeiten widmet er sich insbesondere Tieren, Pflanzen, Fischen, Vögeln und Insekten. Die naturgetreue Darstellung verbindet sich dabei mit einer ausgeprägten Sinn für dekorative Wirkung und einer besonderen Faszination für Farbe, Oberfläche und Licht.
Natur auf Gold
Charakteristisch für Maiers Arbeiten ist die Verbindung detailreicher Naturdarstellungen mit Blattgold. Seine Motive erscheinen auf golden leuchtenden Bildgründen und entwickeln dadurch eine besondere Intensität. Gold wird dabei nicht lediglich als kostbares Material eingesetzt, sondern als wesentlicher Bestandteil der Bildwirkung.
Maier arbeitet unter anderem mit Holz, Blattmetall und Acryl. Seine Arbeitsweise umfasst die sorgfältige Vorbereitung und Grundierung des Bildträgers, die Vergoldung und die anschließende malerische Ausarbeitung der Motive. Durch die Verbindung von realistisch dargestellten Tieren und Pflanzen mit reflektierenden Metalloberflächen entstehen Bilder, die zwischen naturkundlicher Genauigkeit und poetischer Verfremdung stehen.
Besonders bekannt sind seine Arbeiten mit Fischen, Schmetterlingen und anderen Tieren sowie seine aufwendig gestalteten Paravents. Auch großformatige Wandarbeiten und Objekte gehören zu seinem künstlerischen Schaffen. Zahlreiche seiner Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen sowie in anspruchsvoll gestalteten Innenräumen.
Japanische Einflüsse
Die Verbindung von Naturdarstellung, Gold und dekorativer Kunst verweist in Maiers Arbeiten immer wieder auf die japanische Kunsttradition. Besonders deutlich wird dies bei seinen Paravents und den Darstellungen von Koi-Karpfen, Pflanzen und anderen Naturmotiven. Ein Besuch in einem japanischen Garten in San Francisco inspirierte ihn beispielsweise zu seinen ersten Arbeiten mit Koi auf vergoldeten Paravents.
Damit entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen der naturwissenschaftlich geschulten Beobachtung des Künstlers, der traditionellen Technik der Vergoldung und ästhetischen Anregungen aus der japanischen Kunst.
Persönliche Führung mit dem Künstler
Bei der Führung am Sonntag, 13. September 2026, um 15 Uhr gibt Andreas Maier persönliche Einblicke in seine Arbeiten und seine künstlerische Entwicklung. Er erläutert die verwendeten Materialien und Techniken und spricht über die besondere Bedeutung von Natur, Gold und Licht in seinem Werk.
Die Führung bietet die Gelegenheit, die Ausstellung aus der unmittelbaren Perspektive eines beteiligten Künstlers kennenzulernen und mehr über die Entstehung seiner außergewöhnlichen Naturdarstellungen zu erfahren.
Die Ausstellung „Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche Moderne“ ist noch bis zum 30. September 2026 im Museum DKM zu sehen.
Tickets:Booking – Museum DKM_Führung

